Logo Netzwerk Stadt Landschaft NSL
Logo ETH Zürich
 

 

Geschätzte Leserinnen und Leser

Das Wort Nachhaltigkeit wird heutzutage strapaziert, seine Konturen sind unscharf geworden. Mit dieser Ausgabe des Newsletters möchten wir Ihnen näherbringen, was Nachhaltigkeit für die Disziplinen des NSL bedeutet. Als Beispiele haben wir das politisch kontrovers diskutierte Landmanagement, die effiziente Nutzung und Ästhetik der Städte, die Simulierung von Verkehrs- und Raumplanung und die konkrete Siedlungsentwicklung im Kanton Schwyz gewählt. Wir wünschen viel informatives Lesevergnügen.

Landmanagement für eine nachhaltige Raumentwicklung

Ist die derzeitige Raumentwicklung nachhaltig? Dem Raumentwicklungsbericht 2005 des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE folgend nicht. Einige Lösungsansätze für eine nachhaltigere Raumentwicklung sind in Angriff genommen worden. So erarbeitet das ARE derzeit beispielsweise in Begleitung verschiedener Arbeitsgruppen das Raumkonzept Schweiz. Ebenfalls wurde mit der Totalrevision des RPG begonnen. Der politische Prozess benötigt aber offensichtlich mehr Zeit als ursprünglich angenommen.

Mehr

Das Prinzip Nachhaltigkeit in der Disziplin Städtebau

Beim Engagement für einen sparsamen Umgang mit Ressourcen und für den Schutz unserer Lebenswelt kommen Architektur und Städtebau eine wichtige Rolle zu. Mit ihrem Anspruch, feste, schützende und identifikationsstiftende Orte zu schaffen, sind sie das menschliche Instrument der Nachhaltigkeit schlechthin.

Mehr

Europäische Kommission bewilligt Forschungsantrag zur Weiterentwicklung von integrierten Verkehrs- und Flächennutzungssimulationen

Als Teil eines internationalen Forschungskonsortiums wird das Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme (IVT) ab Beginn des nächsten Jahres integrierte Verkehrs- und Flächennutzungssimulationen im Projekt SustainCity weiterentwickeln. Ziel des Projektes ist, urbane Simulationen dahingehend zu verbessern, dass man sie für die nachhaltige Entwicklung europäischer Städte nutzen kann.

Mehr

Raum+ Schwyz: Siedlungsflächenpotenziale für eine Siedlungsentwicklung nach innen.

Im Rahmen des Projektes Raum+ Schwyz wurde eine kantonsweite Übersicht zu Flächenpotenzialen für eine nach innen gerichtete Siedlungs- und Raumentwicklung erarbeit, die nun als Grundlage für ein differenziertes Flächenmanagement genutzt werden kann. Das Projektteam der Professur für Raumentwicklung der ETH Zürich konnte in diesem Modellvorhaben eine bisher einzigartige Qualität der Gesamtübersicht der inneren und äusseren Siedlungsflächenreserven verwirklichen.

Mehr
Aktuelle Projekte

Opening Event for «The Swiss Spatial Sciences Framework (S3F)»

Mandated by the ETH Board, the ETH Zurich, the EPFL and the WSL have set up a Working Group to combine their expertise to contribute to a sustainable spatial development. A three-part symposium is to be held in Zurich, Lausanne, and Berne to discuss responses to the question «What are the crucial research questions in the spatial sciences in Switzerland and in Europe?» The opening event takes place on 19 November 2009 in Zurich. More

Award of Excellence in the Analysis & Planning Category

Switching Trajectories in the Rhine Delta by Matanya Sack and Liesl Vanautgaerden. On 15 September the American Society of Landscape Architects (ASLA) announced the winners of the 2009 Student Awards. Among them ranks Switching Trajectories in the Rhine Delta. Faculty advisors: Christophe Girot, professor for landscape architecture, ETH Zurich and Sebastien Marot, guest professor for landscape architecture, ETH Zurich.

Revolution der Automation

Die Revolution der Automation - Verkehrsautomatisierung und Gesellschaft im 20. und 21. Jahrhundert lautete der Titel eines interdisziplinären Symposiums, das Lehrstühle der Verkehrstechnik und der Technikgeschichte der ETH sowie der Universität Zürich am 25.6.09 durchführten. Das positive Echo von über 100 Gästen aus verschiedenen Fachwissenschaften, Unternehmen des öffentlichen Verkehrs, Verwaltung und der Privatwirtschaft hat dazu motiviert, die Veranstaltungsreihe Gesellschaft - Mobilität - Technik mit einem dritten Symposium (voraussichtlich 2011) fortzusetzen.

Projektstart «Öffentlicher Raum in den Alpen»

Das Projekt untersucht, wo sich die Grenzen der öffentlichen und privaten Nutzung des alpinen Raums befinden. Welche räumlichen Einteilungen sind vorhanden und wie sind sie wahrnehmbar? Welche Formen von Raumaneignungen und Nutzungen finden im alpinen Raum statt? Theoretische Grundlage bilden die aktuellen relationalen Raumtheorien, welche die Handlungsaspekte bei der Konstitution von Raum hervorheben.
Dauer: bis April 2010. Projektleitung: Susanne Nemmertz

Publikationen Juni bis August 2009

Auswahl

Hirschbichler, Michael (2009): The plan as visual medium. Between Abstraction and Concretization. Generalist. Darmstadt: Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Technische Universität Darmstadt. 51-61. ISBN 978-3-89479-573-3.
Der Artikel untersucht das visuelle Medium des Planes hinsichtlich seines Zweckes der abstrahierten Darstellung einer Planung (Abstraktion) sowie der Anleitung zu deren Umsetzung (Konkretisierung). Planformen werden hierzu mit Karten und Musikpartituren verglichen, deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede erarbeitet und daraus Überlegungen zur Erweiterung konventioneller Plannotationen entwickelt.

Kowald, Matthias; Frei, Andreas; Hackney, Jeremy K.; Illenberger, Johannes; Axhausen, Kay W. (2009): Collecting data on Leisure Travel: The Link between Leisure Acquaintances and Social Interactions. Paper presented at «Applications of Social Network Analysis» (ASNA), Zürich, September 2009. PDF
Es wird über eine Befragung im Rahmen eines Projektes berichtet, in dem Informationen über die räumliche Verteilung sozialer Netzwerke und Freizeitaktivitäten gewonnen werden sollen. Um möglichst zusammenhängende persönliche Netzwerke zu erheben wird eine aufsteigende Stichprobentechnik verwendet, bei der die genannten sozialen Kontakte eines Teilnehmers ebenfalls um Teilnahme gebeten werden.

Lüthi, Marco; Weidmann, Ulrich; Bepperling, Sonja-Lara; Hürlimann, Daniel (2009): Strategien für einen hochwertigen Betrieb von stark belasteten Eisenbahnnetzen. ZEVrail, 133 (6-7). 234-239.
Schnelle Ausbaunotwendigkeit aber auch Budgetrestriktionen erfordern eine Verbesserung der Planungs- und Produktionsprozesse bei Kapazitätserweiterungen im Bahnnetz. Optimierungsmöglich-keiten in Form von Echtzeitdisposition sämtlicher Züge und präzise Zugsteuerung bieten sekundenscharfe Fahrpläne, Anpassungen im Reserven- und Pufferzeitenmanagement, eine erhöhte Präzision bei der Betriebsdurchführung.

Schüller, Nicola; Wollenberg, Petra; Christiaanse, Kees (Hrsg.) (2009): Urban Reports. Urban strategies and visions in mid-sized cities in a local and global context. Zürich: gta Verlag.
Urban Reports centres on how particularly mid-size cities are being affected by global trends and inquires into the consequences, challenges and chances resulting for local urban development. How do cities (Amsterdam, Bilbao, Copenhagen, Dublin, Zagreb and Zurich) deal with the frictions and potentials arising from local interests and global powers? More

Stoffler, Johannes (2009): Neue Vergangenheiten. Zur Rekonstruktion der Eremitage im Schlosspark Arenenberg. In: Nike, Nr.5, 8-11.
Im August 2008 wurde die neue Eremitage im Schlosspark Arenenberg (TG) für das Publikum geöffnet und als „sorgfältige Bergung“ eines historischen Gartens gefeiert. Bei näherer Betrachtung wirft der Gartenteil jedoch zahlreiche Fragen auf.

Wissen Hayek Ulrike (2009): Which is the appropriate 3D visualisation type for participatory landscape planning workshops? A portfolio of their effectiveness. submitted.
Kommunikation und Information sind zentrale Aspekte in der partizipativen Planung der Landschaftsentwicklung. Diese Studie
analysiert, wie effizient 3D Landschaftsvisualisierungen zur Kommunikation der räumlichen Information in Planungsworkshops bereits sind.

Die vollständige Publikationsliste Juni – August 09 finden Sie hier

Impressum

Redaktionsteam

Anne Brandl, Institut für Städtebau
Claudia Gebert, Koordinationsstelle NSL, Chefredaktion
Fabienne Hölzel, Institut für Städtebau
Michael Löchl, Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme
Claudia Moll, Institut für Landschaftsarchitektur
Philipp Neff, Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung