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Geschätzte Leserinnen und Leser

Risiken im Bereich der Raumwissenschaften ist Thema der Stunde: Wie teuer ist ein Ausfall der Verkehrs-Infrastruktur wirklich? Was soll daran gefährlich sein, an den Stadtrand zu ziehen? Ausserdem stellen wir Ihnen die Projektvertiefung des städtebaulichen Portraits der Schweiz vor. Und: Wir freuen uns, dass Dr. Monica Menendez nun die Gruppe Strassenverkehrstechnik leitet. Wir wünschen viel informatives Lesevergnügen.

Flächendeckendes Risikomanagement der Verkehrsinfrastruktur

Verkehrsinfrastruktur ist einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt und ihre Verfügbarkeit dadurch sowohl kurz-, mittel- und langfristig gefährdet. Naturgefahren, aber auch Unfälle oder Terrorismus können dazu führen, dass Teile der Verkehrsinfrastruktur für längere Zeit nicht verfügbar sind. Bis anhin wurden aus solchen Gefahren entstehende Risiken einzeln betrachtet und gegebenenfalls durch Schutzmassnahmen eingedämmt. Ein flächendeckendes Risikomanagement würde hingegen eine koordinierte und somit ressourceneffiziente Eindämmung solcher Gefahren ermöglichen. Gerade in der Schweiz ist dies von grosser praktischer Relevanz.

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Risiko Stadt?

Mit jeder Verdoppelung der Einwohnerzahl einer Stadt steigt die Produktivität und Innovativität jeder Bewohnerin und jedes Bewohners um 15%. Mit dieser Berechnung haben Forschende des Santa Fe Institute bestätigt, was uns die Erfahrung schon lange lehrt: Grosse Städte bieten ein besonders produktives und innovatives Umfeld. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille, denn laut vorliegender Studie wächst das Kriminalitätsrisiko um den gleichen Faktor.

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Urbane Landschaften

Am 6. April 2011 lud das ETH Studio Basel zu einer Veranstaltung mit dem Titel «Urbane Landschaften» auf den Hönggerberg ein. Präsentiert und diskutiert wurden drei städtebauliche Entwürfe, die am Studio Basel sowie in einer Zusammenarbeit der Büros Meili, Peter Architekten und Vogt Landschaftsarchitekten vor dem Hintergrund des «städtebaulichen Portraits der Schweiz» in den vergangenen Jahren entstanden sind.

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Monica Menendez leads traffic engineering

The NSL welcomes Dr. Monica Menendez to continue her research in transport engineering at the Institute for Transport Planning and Systems at the ETH Zurich. We interviewed her about her professional interests.

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Aktuelle Projekte

Stabile Eisenbahnnetze

Stabile Verkehrssysteme sind Voraussetzung für das effiziente Funktionieren von Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft. Bei schweren Störungsfällen sind die Konsequenzen oft weithin spürbar. Eine Dissertation analysiert das Systemverhalten des schweizerischen Eisenbahnnetzes, misst die Auswirkungen schwerwiegender Störereignisse auf den Bahnbetrieb und zeigt Möglichkeiten auf, die Systemstabilität nachhaltig zu erhöhen. Mehr

Ein historischer Blick auf die Entwicklung der nachhaltigen Stadt. Urbane Luftverschmutzung

Dr. Katia Frey und Dr. Eliana Perotti (Professur Vittorio Magnago Lampugnani) haben sich erfolgreich für die Teilname an einer COST-Aktion beworben. Die Resultate des Forschungsprojekts werden als Publikation vorliegen. Die Untersuchung widmet sich der Entwicklung der Luftverschmutzung und der Technologien zu ihrer Behebung anhand der Schriften von Theoretikerinnen, Fachexperten und Laien vom 18. Jahrhundert an bis heute.

Applying aircraft noise reduction technology to its source: a contribution to long-term sustainable airport development and spatial planning in Europe?

Aircraft noise remains a major issue in airport development and spatial planning, especially in densly populated European airport regions. The Zurich Airport is one such example; an integrated solution for future airport development and spatial planning is necessary. Current improvements in aviation technology focus on mitigating aircraft noise at its source, which could foster better long-term integration between airports and their surrounding regions. Yose Kadrin

Landschaft hören

Mit dem Seminar Raum-Klang-Labor hat die Professur Christophe Girot im Frühjahr 2011 ein experimentelles Lehrprojekt zum Hören-Können von Landschaft realisiert, das Architektur- und Musikstudierende zusammenbrachte. Am Beispiel des Seebeckens von Zürich wurde Klang als integrales Element der räumlichen Struktur einer Landschaft und als wichtige Wahrnehmungsqualität untersucht. Ergebnisse des Seminars sind nun hier zu hören und zu sehen. Kontakt: Nadine Schütz

Publikationen März bis Mai 2011

Auswahl

Isler, Andreas; Singer, Benno; Bärsch, Arnd; Haug, Thomas; Heer, Daniel; Weidmann, Ulrich; Nägeli, Lorenzo; Scherer, Milena; Schranil, Steffen (2011): Überprüfung von Zweckmässigkeit und Kosten Tram Regio Bern. Gutachten an den Kanton Bern. Effretikon: Amt für öffentlichen Verkehr, ewp AG Effretikon und IVT, ETH Zürich. PDF
Das Projektpaket Tram Region Bern wurde unter der Leitung von Prof. Ulrich Weidmann hinsichtlich Zweckmässigkeit und Kosten überprüft. Dabei konnte in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro ewp AG Effretikon der strategische Projektnutzen für die Agglomeration Bern unterstrichen werden. Auch wurden Optimierungspotenziale und mögliche Etappierungen aufgezeigt.

Smieszek, Timo,; Balmer, Michael; Hattendorf, Jan; Axhausen, Kay W.; Zinsstag, Jakob; Scholz, Roland W. (2011): Reconstructing the 2003/2004 H3N2 influenza epidemic in Switzerland with a spatially explicit, individual-based model. BMC Infectious Diseases, 11, 115. PDF
Wie kann man (Grippe)epidemien räumlich und zeitlich detailliert modellieren, wenn räumlich hoch aufgelöste Daten zum Verkehrsverhalten zur Verfügung stehen? Auf Grundlage der MATSim-Ergebnisse wurde die Wahrscheinlichkeit berechnet, wie häufig sich Personen von Tag zu Tag treffen. Die Übereinstimmung der Modellergebnisse mit der betrachteten Epidemie war überzeugend.

Eine vollständige Publikationsliste von März bis Mai 2011 finden Sie hier.

Impressum

Redaktionsteam

Claudia Gebert, Koordinationsstelle NSL, Chefredaktion
Rainer Hehl, Institut für Städtebau
Albert Kirchengast, Institut für Landschaftsarchitektur
Philipp Neff, Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung
Christian Salewski, Institut für Städtebau
Christof Zöllig, Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme