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Geschätzte Leserinnen und Leser

Ein Blick auf unsere Bilder bestätigt es: Damit ein komplexes System resilient wird, bedarf es einer Analyse sämtlicher Einflussfaktoren. Am NSL sind mehrere Forschungs- und Lehrprojekte unterwegs, deren zentrales Thema Resilienz ist. Die Fähigkeit eines Systems, Störungen zu absorbieren und sich zu reorganisieren ist sowohl grossmassstäblich relevant für die Planung funktionierender Biosphären in urbanen Landschaften, für den Energiebedarf der Gemeinde Zernez, für den Schweizer ÖV-Fahrplan, für das Lintthal als auch kleinmassstäblich für Trockenwiesen. Und: wir kündigen das neue Forschungsprogramm Future Resilient Systems des ETH-Singapore-Centres an. 

Kollaborative Plattformen für mehr Resilienz in der Planung urbaner Landschaften

Städte und Agglomerationen sollen qualitativ hochwertigen Lebensraum für ihre Bewohnerinnen und Bewohner bieten. Dieses Ziel zu erreichen, ist nicht leicht. Adäquate Planungsansätze müssen das komplexe sozio-ökologische System von urbanen Landschaften mit einbeziehen, denn urbane Gebiete haben einen wesentlichen Einfluss auf das Funktionieren der Biosphäre auf allen Massstabsebenen. Die Belastbarkeit und Widerstandsfähigkeit des Systems, also seine Resilienz, sind wichtige Kriterien für eine zielführende Planung. Kollaborative Lernprozesse, die mit wissenschaftlichen Methoden unterstützt werden, können praktikable Ansätze für mehr Resilienz in der Planung sein.
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Verbindung von Energie- und Ortsplanung: Zernez Energia 2020

Die Gemeinde Zernez im Engadin hat sich zum Ziel gesetzt, den Energiebedarf für die Gebäude auf dem Gemeindegebiet ausschliesslich aus eigenen erneuerbaren Quellen zu decken und die resultierende CO2-Bilanz auf null zu senken. Ein interdisziplinäres Team der ETH Zürich aus den Bereichen Städtebau, Gebäudesysteme, Bauphysik, Energieforschung und ökologisches Systemdesign untersucht, wie sich dabei Energie- und Ortsplanung verbinden lassen und ein wesentlicher Beitrag zu der vom Bund angestrebten Energiewende geleistet werden kann.
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Tight timetable vs. resilient network

The reduction of buffer times in Swiss timetables enables the scheduling of more trains to face the recent demand growth for freight and passenger transport. The drawback is a loss of resilience of the railway network, in particular in main station areas. New approaches based on Operations Research have been developed to exploit the huge amount of routing possibilities in these areas in order to help resolve conflicts in case of disturbances.
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New Visions for the Linth Valley

The Linth valley is characterized by the strong infrastructural elements of the Linth channel and a complex drainage system for maintaining the agricultural usage. The task for the students of the MAS Landscape Architecture (MAS LA) 2013-14 final synthesis was to generate a large-scale vision for the Linth valley and to explain their individual methodology of integrating the CAD/CAM tools within the design process.
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Resilienz von sensiblen Ökosystemen am Beispiel Trockenwiesen

In der Ökologie beschreibt die Resilienz die Fähigkeit eines Ökosystems, sich von Stress zu erholen. Ist ein System nicht resilient, so können Umweltveränderungen nicht abgefangen werden, das Ökosystem verändert sich und verliert gewisse Funktionen und Leistungen. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) wurde die Resilienz von Trockenwiesen und -weiden untersucht. Ihre Gesamtfläche hat sich in den letzten Jahren trotz umfangreicher Schutzbemühungen drastisch verringert.
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Das Forschungsprogramm «Future Resilient Systems» des ETH-Singapore Centres startet

Am 1. November 2014 erfolgt der Start des Forschungsprogramms «Future Resilient Systems» (zukunftsfähige, resiliente Systeme), das die ETH Zürich gemeinsam mit dem Paul Scherrer Institut (PSI), der National University of Singapore (NUS), der Nanyang Technological University (NTU) und der Singapore Management University (SMU) konzipierte und durchführen wird. Dabei geht es darum, neue Ansätze zu entwickeln, um komplexe Systeme robuster, fehlertoleranter, oder eben resilienter zu machen.
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Aktuelle Projekte

Generalized effects of on-street parking manoeuvres on the performance of nearby signalized intersections

An on-street parking manoeuvre can often start a temporary traffic bottleneck. When the manoeuvre occurs at a close distance upstream a signalized intersection, the intersection might be starved for traffic due to the parking manoeuvre and a part of the intersection capacity is wasted. In this project, the service rate reduction at the intersection caused by parking manoeuvres is estimated and suggestions to avoid such reduction are provided. Jin Cao, Dr. Monica Menendez

Tagung Digital Landscape Achitecture DLA 2014

Komplexe räumliche Probleme stellen für die nachhaltige Raumnutzung eine grosse Herausforderung dar, die neue kollaborative Ansätze und Technologien in der Landschaftsarchitektur und -planung erfordert. An der internationalen Tagung DLA 2014 «Landscape Architecture and Planning: Developing Digital Methods in GeoDesign» wurden solche Ansätze in über 50 Präsentationen diskutiert und weiterentwickelt.

Empower Shack: South African informal settlements

The Empower Shack project introduces an integrated approach to upgrading South African informal settlements, merging design innovation with community-driven spatial planning and livelihoods programming. The initiative links the roll-out of a two-story, self-built housing prototype with a participatory urban planning methodology supported by computational analysis. Funded by the Swiss Re Foundation, led by the Urban Think Tank Chair or Architecture and Urban Design. More

Publikationen Juni bis September 2014

Auswahl

Schirmer, Patrick M.; Axhausen, Kay W. (2014): A multiscale classification of the urban morphology. Paper presented at the World Symposium on Transport and Land Use Research (WSTLUR), Delft. June 2014. Mehr
The urban morphology forms the backbone of our settlements. Its quantitative description allows to compare urban layouts and to uncover their potentials and limitations. In this paper we propose a set of spatial variables that can be used to do so and show how these are used to define urban typologies in multiple scales.

Guler, Ilgin S.; Menendez, Monica; Meier, Linus (2014): Using connected vehicle technology to improve efficiency of intersections. Transportation Research Part C, 46. S.121-131. Mehr
Information from connected vehicles, such as the position and speed of individual vehicles, can be used to optimize traffic operations. An algorithm for two one-way-streets is proposed to gain insights about the value (in terms of delay savings) of using connected vehicle technology for intersection control.

Eine komplette Liste der Publikationen von Juni bis September 2014 finden Sie hier.

Impressum

Redaktionsteam

Susann Ahn, Institut für Landschaftsarchitektur
Patrick Bösch, Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme
Claudia Gebert, Koordinationsstelle NSL, Chefredaktion
Lukas Küng, Institut für Städtebau
Haris Piplas, Institut für Städtebau
Bettina Weibel, Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung