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Geschätzte Leserinnen und Leser

Gestern führte der Schweizerische Nationalfonds die Abschlussveranstaltung zum NFP65 «Neue urbane Qualität» durch, heute präsentieren wir Ihnen einige der Resultate dieses 3-jährigen Forschungsprojektes. Zu Beginn die Syntheseberichte der beiden Teilprojekte «Urbane Potentiale und Strategien in metropolitanen Territorien – am Beispiel des Metropolitanraums Zürich» und «Nachhaltige Siedlungsentwicklungsmuster (SUPat)». Gefolgt von Dissertations-Projekten zu Politiken der Urbanisierung, zur Beurteilung urbaner Lebensqualität und zum Entwurf als eigenständige Wissensform. Und: das Teilprojekt «Urbanes Profil» erfährt bereits eine Umsetzung in die Praxis.

Urbane Potenziale und Strategien in metropolitanen Territorien

Das Forschungsprojekt Urbane Potentiale und Strategien in metropolitanen Territorien leistet einen qualitativen Beitrag zur aktuellen Stadt- und Raumentwicklungsdebatte in der Schweiz und unterscheidet dabei nicht nach den Kategorien städtisch, suburban oder periurban, sondern entlang von ausgewählten urbanen Qualitäten, die sich aus zahlreichen Untersuchungen konkreter Fallbeispiele in der Metropolitanregion Zürich herauskristallisiert haben.
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Nachhaltige Siedlungsentwicklungsmuster (SUPat)

Viele ursprünglich meist dörfliche Siedlungsmuster in der Nähe von Städten sind innerhalb der letzten 60 Jahre in ein Patchwork aus Verkehrsinfrastruktur, Grünräumen, traditionell geprägten und urbanen Siedlungselementen transformiert worden. Wesentliche Treiber dieser Agglomerationsentwicklung waren Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum sowie billig verfügbare Mobilität. Planung konnte die räumliche Entwicklung hier nicht in angestrebte Raumstrukturen lenken. Das Problem ist, dass diese Siedlungsmuster die Vielfalt an heutigen und potenziellen zukünftigen sozialen, ökonomischen und umweltbezogenen Bedürfnissen nicht ausreichend erfüllen können. Das NFP 65 Projekt «SUPat – Sustainable Urban Patterns» hat Ansätze entwickelt, um Agglomerationen nachhaltig umzubauen.
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Politiken der Urbanisierung in der Metropolitanregion Zürich

Auf Ebene der Metropolitanregion Zürich lassen sich gleichzeitig Informalisierungen und Flexibilisierungen, aber auch neue Formalisierungen beobachten, die zu einer schrittweisen Institutionalisierung der Metropolitanregion als neuer Handlungsebene führen. Der «Verein Metropolitanraum Zürch» (VMZ) beschreitet neue Wege in der Schweizer Urbanisierungspolitik.
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Orte im Wandel: Urbane Lebensqualität analysieren und in die Stadtentwicklung integrieren

Wie können wir die Lebensqualität in schnell wachsenden Städten fördern und wie dabei die Perspektiven der verschiedenen Raumnutzenden sinnvoll integrieren? Anhand von vier Teilstudien im Limmattal zeigen wir, ob und wie die Ortszufriedenheit und -verbundenheit der Bewohnerinnen und Bewohner beeinflussbar sind und als räumlich differenzierte Informationen in Prozesse der Stadtentwicklung einfliessen können.
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Der Kosmos des Entwerfens – Eine methodologische Forschung

Im Rahmen des NFP 65 wurde das Entwerfen nicht nur als Werkzeug zur Imagination neuer Projekte verstanden, sondern auch als eigenständige Wissensform erforscht. Die zentrale These der Untersuchung besagt, dass das Entwerfen als Quelle und Mündung drei verschiedener Dimensionen gedacht werden kann: Als Veränderungsinstrument, als Mittel des Erkenntnisgewinns und als Ausgangslage einer Theorie der Praxis.
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Urbanes Profil

Auf der Basis empirischer Untersuchungen in der Metropolitanregion Zürich wurde eine Auswahl relevanter Eigenschaften für zeitgenössische urbane Konstellationen zusammengetragen. Das Urbane Profil integriert diese Aspekte und die ihnen zugrunde liegenden Indikatoren in ein praxisorientiertes Instrumentarium zur strategischen Förderung urbaner Qualitäten. Im Rahmen der laufenden Entwicklungsplanung für die Gemeinden Niederglatt, Oberglatt und Niederhasli wird das Instrumentarium derzeit einem Praxistest unterzogen.
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Aktuelle Projekte

Abwägungsentscheide unterstützen

Planungsakteure können sehr heterogene Ziele bei der Siedlungsentwicklung verfolgen. Für eine von allen Akteuren akzeptierte Entwicklung, ist ein informierter Aushandlungsprozess notwendig. Ein GIS-basiertes, generisches Modellierungs- und Visualisierungsinstrument ermöglicht es, regionale politische Ziele integriert zu betrachten und ihre konkreten räumlichen Konsequenzen zu veranschaulichen. Noemi Neuenschwander

Urbane Qualität auf verschiedenen Massstabsebenen analysieren

Mit einer integrierten Landnutzungs- und Transportmodellierung wurden qualitative regionale Szenarien in quantitativer Form visualisiert. Sie zeigt, wohin der Siedlungsdruck unter verschiedenen Rahmenbedingungen gehen könnte. Darüber hinaus wurden aus den Simulationsresultaten Indikatoren zu ökonomischen, ökologischen und sozialen Qualitätsaspekten abgeleitet und räumlich dargestellt. Sie ermöglichen eine integrierte Analyse von Stadtmustern. Ulrike Wissen Hayek

SmarterBetterCities

SmarterBetterCities is a spin-off from the ETH Chair of Information Architecture, inspired by the NFP 65 Sustainable Urban Patterns (SUPat Project). Available for tablets, laptops and desktop computers, the CityEngine based software brings urban planning ideas to life with realistic visualization and decision-making solutions. The innovative web-based tool allows urban data to tell a story, with up-to-date analytics available in real-time. Sharing projects in 3D on the web is easily possible. This dynamic 3D platform will help to change the way we plan, design and manage cities. SmarterBetterCities was founded in 2013 and has expanded to the United States in 2015.

Topology. Verborgene Landschaften. Traum der Moderne: Amerika

Frank Lloyd Wright, Richard Neutra und andere Architekten der Moderne prägen mit ihren Werken unser architektonisches Denken. Sie zeichnen sich spezifisch aus durch eine sensible Verbindung von Bauwerk und Landschaft. Doch welche konkreten, gestalterischen Elemente fördern eine Wechselwirkung zwischen Innen- und Aussenraum? Und welche entwerferische Haltung steht dahinter? Das Wahlfach Topology. Verborgene Landschaften der Professur Christophe Girot geht diesen Fragen auf den Grund und erforscht «gebaute Naturvorstellungen». Susann Ahn

Neuer Bachelorstudiengang BSc «Planung und Verkehr»

Der neue Bachelorstudiengang, der zusammen mit dem bestehenden MSc Raumentwicklung & Infrastruktursysteme (REIS) einen konsekutiven Studiengang bildet, soll ab Herbstsemester 2017 oder 2018 am D-BAUG eingeführt werden. Das Programm ist in der Praxis sehr gefragt, bietet es doch für die voraussichtlich 35 Absolvierenden pro Jahr einen direkten Zugang zur Thematik, ohne Umweg über Bauingenieurwesen, Geographie etc. Prof. U. Weidmann

Publikationen April bis Mai 2015

Auswahl

Christiaanse, Kees et al. (Hrsg.) (2015): Global Schindler Award 2015 Shenzhen Essays Projects. Schindler Group and ETH Zürich. Mehr 
As a companion to the Global Schindler Award 2015 that was curated by the Chair of Prof. Kees Christiaanse, the essays and projects in this book present possible strategies and design approaches to the challenge of rapid urbanization and the related spatial, infrastructural, social and economic consequences. 

Gazette of the Future Cities Laboratory FCL (2015) Mehr

Gomez, Penélope; Menendez, Monica; Mérida, Enrique (2015): Evaluation of trade-offs between two data sources for the accurate estimation of OD matrices. In: Transportmetrica B: Transport Dynamics. DOI 10.1080/21680566.2015.1025892 Mehr
The paper evaluates the trade-offs between loop detector data and floating car data for the real-time estimation of origin–destination matrices in small networks. Results are used to evaluate the trade-offs between loop detector coverage and the penetration rate of floating car data.

Kirchengast, Albert (2015): Landschaft im Gespräch. Sechs Dialoge und ein Epilog. Wien: Passagen Verlag. Mehr
Fünf Dialoge mit Persönlichkeiten aus Architektur (Gion A. Caminada), Literatur (Andreas Maier, Martin Pollack) und Philosophie (Axel Honneth, Lothar Schäfer) nähern sich der «Landschaft» und legen Elemente eines ästhetischen Landschaftsverständnisses frei. Eine Bildstrecke des Fotografen Christian Vogt und ein Epilog des Naturästhetikers Jörg Zimmermann ergänzen sie.

Kowald, Matthias; Axhausen, Kay W. (Hrsg.) (2015): Social Networks and Travel Behaviour. Ashgate, Surray (UK). Mehr
Leisure travel is increasing in importance and is more complex and variable than work-related travel. Providing an overview of selected exemplary studies, this volume addresses the overlap between transport planning and methods of social network analysis; applied methods of social network analysis and related empirical results; and current challenges and new research questions in this field.

Riegel, Bernhard; Weidmann, Ulrich (2015): Wirtschaftlich erforderlicher Verkehr der Agglomeration Luzern. Bericht. Luzern und Zürich: VCS Sektion Luzern und IVT, ETH Zürich. PDF
Der Bericht untersucht, welcher Anteil des motorisierten Strassenverkehrs „wirtschaftlich erforderlich“ ist, also für das Funktionieren der Stadt/Agglomeration notwendig und gleichzeitig nicht verlagerbar. Es zeigt sich, dass sämtliche Teilsegmente im motorisierten Privatverkehr (MIV) prinzipiell verlagerbar sind, wenn auch unterschiedlich gut.

Eine vollständige Publikationsliste von April bis Mai 2015 finden Sie hier.

Impressum

Redaktionsteam

Susann Ahn, Institut für Landschaftsarchitektur
Patrick Bösch, Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme
Claudia Gebert, Koordinationsstelle NSL, Chefredaktion
Alexis Kalagas, Institut für Städtebau
Lukas Küng, Institut für Städtebau
Bettina Weibel, Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung