Logo Netzwerk Stadt Landschaft NSL
Logo ETH Zürich

 
/// NEWS & EVENTS / ARCHIVE / NSL KOLLOQUIUM: COMMON WATER – THE FUTURE OF AN ALPINE RESOURCE

NSL Kolloquium: Common Water – The Future of an Alpine Resource

20. Oktober 2017: Exkursion ins Morteratschgebiet | 21. Oktober 2017: Kolloquium in Zürich | 9:00 – 17:00 Uhr

Ort: ETH Zürich, Audimax HG F30 Rämistrasse 101, Zürich

Eröffnung durch Prof. Dr. Sarah M. Springman, Rektorin der ETH Zürich

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Landschaftsarchitektur, Politik und Wirtschaft diskutieren an dieser ganztägigen Veranstaltung über aktuelle und zukünftige Fragestellungen und Herausforderungen im Umgang mit der Ressource Wasser mit geografischem Fokus auf den alpinen Raum. Es ist auch möglich, sich nur für den Anlass am Samstag 21. Oktober anzumelden. 

Moderation: Karin Salm

Referenten

  • Dipl. Arch. ETH/SWB Conradin Clavuot, Architekt, Chur: Vorstellen der Eisstupas im Engadin, deren Geschichte und Entwicklung bis heute. Erläuterungen zur Zusammenarbeit mit Ladakh. Vorstellen des Eisstupavereins.
  • Prof. Dr. Daniel Farinotti, Glaziologe, ETH Zürich, Assistenzprofessur für Glaziologie, D-BAUG: Einblick in die Studie «From dwindling ice to headwater lakes: could dams replace glaciers in the European Alps?» Auszug aus dem Abstract: «The potential exploitation of areas becoming ice-free in response to ongoing climate change has rarely been addressed, although it could be of interest from the water management perspective. Here we present an estimate for the potential of mitigating projected changes in seasonal water availability from melting glaciers by managing runoff through reservoirs».
  • Dr. Felix Keller, Glaziologie, Co-Institutsleiter ETI an der Academia Engiadina, Geschäftsbereich Landschaft und Umwelt: Schmelzwasserrecycling zur Sicherung von Süsswasserreserven für zukünftige Generationen (ein Beispiel: Pilotprojekt Wasserversorgung in der Lischanahütte).
  • Prof. Dr. Hans Oerlemans, Meteorologe, Geophysiker, Universiteit Utrecht: Vorstellen des Gletscherrettungsprojektes MortAlive (Beschneiungsaktion auf dem unteren Morteratschgletscher mit Wasser aus dem Persgletscher).
  • Dr. phil. Biol., Dr. h.c. iur. Raimund Rodewald, Geschäftsleitung Stiftung Landschaftsschutz Schweiz: Die Klimaerwärmung wird die alpine Landschaft transformieren (Gletscher schmelzen, Schnee wird nur noch in sehr hohen Lagen fallen, umfassende Schutzbauten werden notwendig usw.). Wo sind die zukünftigen Handlungsfelder des Landschaftsschutzes zu verorten? Wie beurteilt der Landschaftsschutz grossmasstäbliche Eingriffe (im Bereich Hydrologie, Glaziologie) die zum «Erhalt» und «Schutz» der Landschaft dienen (Abdecken von Gletschern, Staudämme, Hochwasserschutz etc. Zeichnen sich gängige Muster ab)?
  • Dr. Martin Schmid, Ständerat Kanton Graubünden, Verwaltungsrat Repower: Strom aus Wasserkraftnutzung (aktuelle politische und ökonomische Diskussion), zukünftiges Potential der Wasserkraftnutzung im alpinen Raum mit Fokus auf die Schweiz.
  • Prof. Günther Vogt, Landschaftsarchitekt, ETH Zürich, Professur für Landschaftsarchitektur, D-ARCH: Kulturhistorische Perspektive auf die Bedeutung der Gletscher, Wasserfälle, Flüsse im Zuge der Entdeckung der Alpen (Wahrnehmung und Umdeutung der Landschaft aus der ausseralpinen Perspektive). Wasser als Ressource der alpinen Landschaft gestern und heute.
  • Prof. Dr. Rolf Weingartner, Hydrologe, Geographisches Institut, Universität Bern: Verflüssigung des Wassers: Auswirkungen der Klimaerwärmung auf den alpinen Wasserhaushalt (Schnee, Gletscher, Grundwasser), lokale und überregionale Konsequenzen (Schweiz, Alpen, Europa), alternative Speichermöglichkeiten.

Kosten
Exkursion, Freitag: 80.– / 40.– (Studierende)
Kolloquium, Samstag: Eintritt frei

Organisation
Netzwerk Stadt und Landschaft (NSL)
Professur Günther Vogt, Landschaftsarchitektur
Anmeldungen und Kontakt: Claudia Gebert