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Geschätzte Leserinnen und Leser

Die Arbeitsteilung hat uns alle zu Spezialisten gemacht – mit den Vor- und Nachteilen, die sich daraus ergeben. Das NSL führt Fachleute aus den verschiedensten Bereichen zusammen. Denn nur wer weiss, was andere tun, kann Synergien suchen - und finden. Zwar haben wir Möglichkeiten zum Austausch mit weiteren Kreisen, die sich mit Fragen rund um Stadt und Landschaft befassen, entwickelt, doch bisher fehlte ein Medium, das regelmässig Einblick in die verschiedenen Aktivitäten des NSL gibt. Diese Lücke möchten wir nun schliessen: Ab sofort erhalten Sie vierteljährlich unseren Newsletter. Denn was wäre ein Netzwerk ohne Kommunikationsnetz?

In der ersten Ausgabe zum Schwerpunktthema Weiterbildung am NSL lernen Sie die ehemalige Schweizer Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz kennen, erfahren, was Landschaftsarchitektur mit Film zu tun hat und warum Schwyz gar nicht so weit von Addis Abeba entfernt ist.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Newsletter als weiterem Puzzleteil in der Vernetzung der Fachgebiete spannende Lektüre zu bieten und freuen uns, wenn sich daraus für Sie zusätzliche Ansatzpunkte für Synergien ergeben.

Ihr
Günther Vogt
Leiter NSL

Weiterbildung am NSL

Weiterbildung am NSL

Der Bedarf an Fachkräften, die die Bereiche Raum-, Stadt-, Landschafts- und Verkehrsplanung nicht isoliert betrachten sondern über ihre Fachgrenzen hinaus verknüpfen können, ist ungebrochen: In der Schweizer Raumplanungspraxis fehlt es momentan an etwa 200 interdisziplinär ausgebildeten Expertinnen und Experten. Deshalb bietet das NSL universitäre Aus- und Weiterbildung an, die einen Beitrag an die immer anspruchsvolleren Aufgaben der raumwissenschaftlichen Fragen der Schweiz und international leistet.

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«Ich hoffe, dass sich alle Parteien hinter eine fortschrittliche Raumordnungspolitik stellen»

«Ich hoffe, dass sich alle Parteien hinter eine fortschrittliche Raumordnungspolitik stellen»

Frau Annemarie Huber-Hotz (1999-2007 Bundeskanzlerin der Schweiz) hat 1976/77 das Nachdiplomstudium in Raumplanung (heute: MAS Raumplanung) absolviert. Wir haben ihr Fragen zu Raumplanung, Ausbildung und Politik gestellt.

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Video in der Landschaftsarchitektur

Video in der Landschaftsarchitektur

Seit neun Jahren entwickelt ein interdisziplinäres Team aus Wissenschaftlern, Landschaftsarchitektinnen und Filmemachenden an der Professur für Landschaftsarchitektur Christophe Girot gemeinsam die Forschung und Lehre im Bereich LandscapeVideo. Ziel der transdisziplinären Kooperation ist es, dem zeitgenössischen Entwurf der Landschaft mit der Erforschung des Mediums Video neue Impulse zu verleihen.

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Urban Laboratory – Addis Ababa

Urban Laboratory – Addis Ababa

Since 2006, the MAS in Urban Design investigates Addis Ababa as well as rural Ethiopia as a developing territory and a case study scenario for the program. A recent installation at the Swiss pavilion of the Venice Biennale, under the heading «Explorations in Architecture: Teaching, Design, Research», depicts the conceptual diagram of this particular academic collaboration, involving the Addis Ababa University and the ETH Zurich.

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Aktuelle Projekte

Westumfahrung Zürich

Das Grossprojekt «Westumfahrung Zürich / Autobahnabschnitt A4 Knonaueramt» wird Anfang Mai 2009 eröffnet. Ziel dieser neuen Autobahnabschnitte ist es, den Durchgangsverkehr um die Stadt Zürich herum zu führen. Dazu sind zusätzliche, flankierende Massnahmen geplant. Fallstudien mit der agentenbasierten Mikrosimulation MATSim geben Aufschluss darüber, wie sich einzelne Massnahmen in der Innenstadt Zürich auf das dynamische Verkehrsaufkommen auswirken. Projektbericht

Open City

Am 5. März fand im ETH Hauptgebäude das NSL-Symposium Open City – Designing Coexistence mit rund 120 Teilnehmenden statt. Es wurde von der Professur Kees Christiaanse organisiert, welche auch die 4. Internationale Architekturbiennale Rotterdam 2009 kuratiert, und diente der Vorbereitung der Letzteren (Eröffnung 26. September 2009 im NAI Rotterdam).
Die Konferenz war mit Referierenden aus dem In- und Ausland international besetzt, darunter auch die Künstlerinnen der Biennale. Gegenstand von Referaten wie Diskussionen waren Migration, transnationale Räume, Ungleichheit, räumlich-soziale Segregation im urbanen Raum sowie die städtebaulich-architektonische Implementation der Offenen Stadt. Saskia Sassens Vortrag zu aktuellen Stadtentwicklungen beschloss die Tagung. Podcast

Filmische Landvermessung

Zwei aktuelle Projekte an der Professur für Landschaftsarchitektur bei Professor Christophe Girot beschäftigen sich mit dem Thema Landschaftsarchitektur und Film:
Sabine Wolf untersucht anhand ausgewählter Spielfilme die Referenzbilder urbaner Landschaften im Berlin des 20. Jahrhunderts. Ihre Dissertation «Die Ästhetisierung des Imaginären. Filmische Repräsentationen urbaner Berliner Landschaften.» liegt voraussichtlich im Sommer 2009 vor.
Die im Sommer 2008 abgeschlossene Dissertation von Fred Truniger «Filmische Landvermessung. Landschaftsverständnis und visuelle Kultur» hat die Affinitäten zwischen dem zeitgenössischen Verständnis der Landschaft und ihrer Darstellung im neueren Dokumentarfilm zum Gegenstand.

Thematische Schwerpunkte im NSL

Was beschäftigt die Lehrstühle des NSL? Anlässlich des ersten Newsletters zeigen wir Ihnen die thematischen Schwerpunkte der Professuren auf einen Blick:

Publikationen Dezember 2008 bis Februar 2009

Auswahl

Angélil, Marc (2009): Urban Laboratory-Addis Ababa, Construction Ahead, Ethiopia. Zürich: Institut für Städtebau, ETH Zürich.
On instruments and methodologies of urban design and planning in developing territories.

Axhausen, Kay W. (2008): Accessibility long term perspectives. In: Journal of Transport and Land Use, 1 (2) 5-22.
The paper reflects about the effects of improved accessibility and its correlated lower generalized cost of contact at a number of different spatial and temporal scales based on a conceptual model and empirical data analysis.

Girmscheid, Gerhard; Dreger, Jennifer; Lindemann, Hans Peter; Schiffmann, Frank (2008): Kommunale Strassennetze in der Schweiz: Formen neuer Public Private Partnership (PPP) – Kooperationen für den Unterhalt. Projektbericht ASTRA 2003/007 auf Antrag des Bundesamtes für Strassen (ASTRA). Schriftenreihe, 1226. Bern: Bundesamt für Strassen, UVEK.
Der Bericht dient Schweizer Gemeinden und Städten als Handlungsleitfaden und somit als Grundlage für die Umsetzung einer PPP im kommunalen Strassenunterhalt, mit dem die Komplexität von öffentlich-privaten Partnerschaften reduziert, opportunistische Verhalten zwischen den Partnern vermieden sowie eine faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit etabliert werden kann.

Höger, Kerstin; Christiaanse, Kees (2007): Campus and the City: Urban Design for the Knowledge Society. Zürich: gta Verlag.
Namhafte Architekten und Experten präsentieren und kommentieren anhand internationaler Beispiele zeitgenössische Trends im Campus-Design. Betrachtungen zu 30 ausgewählten Campusprojekten – seien dies suburbane oder innerstädtische Hochschulanlagen, Technologieparks oder Konzernzentralen – geben Aufschluss über mögliche zukünftige Entwicklungen und deren Beziehung zum urbanen Kontext.

Koll-Schretzenmayr, Martina (2008): gelungen? misslungen? Die Geschichte der Raumplanung Schweiz. Zürich: Verlag Neue Zürcher Zeitung.
In diesem Band berichten 34 Pioniere und Zeitzeugen, die in den 1960er- und 1970er-Jahren Raum-Tatsachen geschaffen haben, aus der Anfangszeit der Raumplaung Schweiz – und sie kommentieren: Erfolg? Teilerfolg? Misserfolg?

Lampugnani, Vittorio Magnago (2009): Novartis Campus. Eine moderne Arbeitswelt. Voraussetzungen, Bausteine, Perspektiven. Ostfildern: Hatje Cantz Verlag. Konzept und drei Beiträge: 58-79, 106-119, 248-251. (englisch und deutsch publiziert).
Das Buch stellt die Geschichte und Entwicklung des Werkareals der Novartis AG St. Johann in Basel, den modellhaften Denk- und Entwurfsprozess, den gegenwärtigen Stand des ehrgeizigen Campus-Projektes sowie die zukünftigen Planungen und Ziele vor.

Otto, Florian (2008): Pairi-daeza: Umgrenzung. Workbook der Professur Günther Vogt für das Frühjahrssemester 2009. Zürich: Institut für Landschaftsarchitektur, ETH Zürich.
«Pairi-daeza» ist persisch für «eine Mauer, die einen Garten umschliesst». Der Begriff ist Ausgangspunkt einer Wahlfachserie, die sich mit landschaftsarchitektonischen Grundelementen und Typen auseinandersetzt. «Umgrenzung» bildet den Auftakt und wird verknüpft mit der Landschaft am Stadtrand Zürichs.

Scholl, Bernd (2008): Raum+. Abschlussbericht Nachhaltiges grenzüberschreitendes Siedlungsflächenmanagement. Regions- und Nationalgrenzen überschreitendes Kooperationsprojekt. Stuttgart: Ministry of Enviroment, ministry of Economy of the State of Baden-Württemberg.

Schumacher, Christina; Glaser, Marie-Antoinette (2008): Kreativität in der Architekturausbildung. Erkundungen zu einem disziplinären Mythos. In: Althans, Birgit u.a. (Hrsg.): Kreativität. Eine Rückrufaktion. Zeitschrift für Kulturwissenschaften 1/2008, 13-30.

Wissen, Ulrike (2009): Virtuelle Landschaften zur partizipativen Planung - Optimierung von 3D Landschaftsvisualisierungen zur Informationsvermittlung. Publikationsreihe des Instituts für Raum- und Landschaftsentwicklung (IRL), ETHZ, IRL-Bericht 5. Zürich: vdf Hochschulverlag AG.
In dem Buch werden Darstellungsprinzipien für 3D Landschafts-visualisierungen zum Einsatz in partizipativen Planungsprozessen konkretisiert. Ausgehend vom Informationsbedarf und den technischen Möglichkeiten der Visualisierung sowie der Umsetzung von Prinzipien der Kommunikationswissenschaften werden konkrete Empfehlungen formuliert und in Fallstudien getestet.

Die vollständige Publikationsliste Dezember 08 – Februar 09 finden Sie hier

Impressum Newsletter 1, März 2009

Redaktionsteam

Anne Brandl, Institut für Städtebau
Claudia Gebert, Koordinationsstelle NSL, Chefredaktion
Kerstin Höger, Institut für Städtebau
Michael Löchl, Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme
Claudia Moll, Institut für Landschaftsarchitektur
Philipp Neff, Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung