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Geschätzte Leserinnen und Leser

In dieser Ausgabe des NSL-Newsletters geht es um die Analyse unseres Verhaltens in den Städten: Warum schickt die Professur von Kees Christiaanse ihre Studierenden an die Zürcher Langstrasse? Was beeinflusst unsere Wahl eines neuen Wohnorts? Ausserdem wird aus aktuellem Anlass der Entwurf von Bundesrätin Doris Leuthard zum Raumkonzept Schweiz kommentiert. Und: Wir erzählen von Versuchen, eine Zone aus dem Alltag abzutrennen und als «Paradiesgarten» zu erleben. Wir wünschen viel informatives Lesevergnügen.

Forschungsnahes Lernen im Fach Städtebau – Urban Research Studio abgeschlossen

Forschungsnahes Lernen im Fach Städtebau – Urban Research Studio abgeschlossen

Wir leben und arbeiten in Städten, wir bewegen uns tagtäglich in Städten, wir sind Expertinnen und Experten des städtischen Alltags – und dennoch sind wir nicht darin geübt, das Gesehene und Erlebte analytisch zu durchdringen. Selbst in der Fachwelt von Städtebau und Stadtplanung ist diese Diskrepanz zwischen unserer städtischen Alltagsroutine und ihrer fachlichen Anwendung vorhanden. Zwar verfügen wir über immer leistungsfähigere Technologien, die uns bei der Analyse und Planung komplexer stadträumlicher Zusammenhänge unterstützt, aber den städtischen Raum vor unserer Haustür können wir nur bedingt erklären. Schon in der didaktischen Struktur des Studiums ist diese Diskrepanz veranlagt. Die Studierenden erlernen die theoretischen und entwerferischen Grundlagen des Städtebaus in Entwurfsstudios, Seminarräumen und Hörsälen, nicht aber im städtischen Raum.

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Stellungnahme zum Raumkonzept Schweiz

Stellungnahme zum Raumkonzept Schweiz

Anlässlich einer Medienveranstaltung im Januar hat Bundesrätin Leuthard zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, der Kantone und der Gemeinden das Raumkonzept Schweiz der Öffentlichkeit vorgestellt. Herr Prof. Dr. Bernd Scholl vom Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung beurteilt das Konzept grundsätzlich positiv. Grenzüberschreitendes Denken, Handeln und Entscheiden sind essentiell, um die zukünftigen Herausforderungen der Raumentwicklung Schweiz meistern zu können.

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Wohnstandortwahl im Kanton Zürich

Wohnstandortwahl im Kanton Zürich

Das IVT arbeitet über das Projekt SustainCity an der Umsetzung einer Simulation in UrbanSim, die städtebauliche Prozesse und Entwicklungen im Kanton Zürich abbildet. Das Wohnstandortwahlverhalten von Privathaushalten im Kanton Zürich wurde genauer untersucht, mit dem Ziel Einflüsse zu finden, die bei der Wahl eines neuen Wohnstandortes relevant sind und diese Einflüsse zu gewichten.

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Versuche, das Glück im Garten zu finden

Versuche, das Glück im Garten zu finden

Was aber, wenn unsere Sehnsüchte eben nicht nur auf eine graduelle Verbesserung des Lebens abzielen? Wenn ein Ausbruch aus der eigenen Situation nicht nur lustvoll, sondern notwendig ist? In 7 Miniaturen wird den Handlungen von gärtnernden Soldaten und betenden Muslimen, von gutgläubigen Kreditnehmern und aktionistischen Gärtnern nachgegangen, die eine utopische Zone von ihrer jeweiligen Lebenssituation abgrenzen, die einen Zaun darum ziehen.

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Aktuelle Projekte

City as Loft

Das Forschungsprojekt «City as Loft» widmet sich der Untersuchung dynamisch-stabiler Strukturen. Der Begriff «Loft» steht dabei für aneignungsfähige, flexible und zugleich kraftvolle architektonische Räume und städtebauliche Strukturen. Eine weltweite Sammlung von vorbildlichen Beispielen bildet die Basis für eine theoretische Auseinandersetzung mit der Thematik und die Erarbeitung von Hinweisen für die Planungspraxis. Projektbeschrieb.
Kontakt: Dr. Martina Baum

Stadt und Text – Zur Ideengeschichte des Städtebaus im Spiegel theoretischer Schriften seit dem 18. Jahrhundert

Der Aufsatzband versammelt Essays von Autoren verschiedener fachlicher Ausrichtung, die sich die Frage nach den unsichtbaren Zusammenhängen zwischen Städtebau und Theorie stellen und anhand ausgewählter historischer Themen und Topoi nach den Prozessen und Mechanismen dieser Beziehung forschen. Paradigmatische Themenkomplexe aus einer von der Antike bis heute reichenden Zeitspanne bieten den Anlass, die Reflexion über den Städtebau um den Aspekt seiner textspezifischen Bedingungen zu erweitern. Mehr.
Hrsg: Vittorio Magnago Lampugnani, Katia Frey und Eliana Perotti

Publikationen Dezember 2010 bis Februar 2011

Auswahl

Grêt-Regamey, Adrienne; Brunner, Sibyl H. (2011): Methodischer Rahmen für den Einsatz von Backcasting zur Anpassung an den Klimawandel. disP 184, 1/2011
In diesem Artikel wird die Methode Backcasting erläutert und aufgezeigt, wie sie die Formulierung neuer, innovativer raumplanerischer Strategien zur Anpassung an den Klimawandel unterstützt.

Märki, Fabian; Charypar, David; Axhausen, Kay W. (2011): Continuous activity planning for a continuous traffic simulation. Paper presented at the 90th Annual Meeting of the Transportation Research Board. Washington, D.C. Mehr
This paper introduces a new approach for the generation of activity plans for microscopic transport simulations. It plans activities based on the expected development of need levels of the modeled people. The procedure is fast and facilitates simulation scenarios with open time horizons.

Rosa, Marcos Leite; Wolfrum, Sofie (Hrsg.) (2010): MicroPlanning. Urban Creative Practices. Sao Paulo. Mehr
The book is the result of a field research carried out in São Paulo, in 2009 by Marcos L. Rosa. The analysis of a series of projects illustrate alternative forms of action in existing urban spaces, committed to the construction of spaces for encounter connected to everyday life experience.This publication situates action in the micro scale based on social practices and collective appropriations, calling attention to the importance of these initiatives in the reconfiguration of the urbanscape.

Eine vollständige Publikationsliste von Dezember 2010 bis Februar 2011 finden Sie hier.

Impressum

Redaktionsteam

Claudia Gebert, Koordinationsstelle NSL, Chefredaktion
Rainer Hehl, Institut für Städtebau
Philipp Neff, Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung
Dunja Richter, Institut für Landschaftsarchitektur
Christian Salewski, Institut für Städtebau
Christof Zöllig, Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme