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Geschätzte Leserinnen und Leser

Wissen wir, was unter der Oberfläche vor sich geht? Geht es nach dem Projekt «Cargo sous terrain», werden dort bald Güter befördert. Oder aber wie in Lausannes Hauptbahnhof Leute durch ein komplexes System von Tunneln gelotst. Allerdings wissen wir nicht einmal, was an der Oberfläche geschieht: 2m3 Erde pro Sekunde werden nota bene durch den Menschen bewegt – wir sind die grössten «Geomorphic Agents». Im Nationalfonds-Projekt OPSOL wird nun ein dringend benötigter Index für Erdqualität erstellt. Derweil wird in Griechenland im Testplanungsverfahren mit Bevölkerungsbeteiligung Sinn und Unsinn eines Eisenbahntunnels diskutiert. Und: Kees Christiaanse wirbt für «Lifestyle exercise» als Einflussfaktor für den Städtebau.

Güterversorgung aus dem Untergrund

Güterversorgung aus dem Untergrund
Kapazitätsengpässe und der Wunsch nach haushälterischem Umgang mit der Ressource Boden führen dazu, dass neue Verkehrsinfrastruktur zu grossen Teilen – trotz höheren Bau- und Unterhaltskosten – im Untergrund erstellt wird. Zum ersten Mal wird nun in der Schweiz ein unterirdisches System zur reinen Güterbeförderung vorgeschlagen. Das Projekt «Cargo sous terrain» (CST) hat zum Ziel, die wichtigsten Produktions- und Absatzgebiete des Landes unterirdisch zu verbinden. «Menschen oberirdisch – Güter unterirdisch» ist das Motto für das System, in welchem Güter in fahrerlosen elektrischen Transportfahrzeugen mit geringer Geschwindigkeit, jedoch in kurzen Abständen durch Tunnels fahren.
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Geomorphic Agent – Ab- und Aufbaulandschaften im Anthropozän

Geomorphic Agent – Ab- und Aufbaulandschaften im Anthropozän
Der Mensch ist ein Geomorphic Agent. Als bedeutendster Faktor in den formbildenden Prozessen der Erde bewegen wir heutzutage weit mehr Material als sämtliche natürliche Prozesse zusammen. Die vom Menschen verursachten Erdbewegungen gehören zu den grössten landschaftsplanerischen, gestalterischen und ökologischen Herausforderungen der Zukunft. 
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Simulation of complex pedestrian facilities: Case study of Lausanne main station

Simulation of complex pedestrian facilities: Case study of Lausanne main station
Pedestrian simulation software can be a powerful tool for analyzing highly complex pedestrian infrastructures. In this case it was applied to determine the effects of the planned complete redesign of Lausanne main station’s subterranean pedestrian architecture. The simulation model featured over one hundred origin and destination points as well as an intricate underground tunnel system with dozens of hallways, ramps and crossings.
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Soil Quality and Land Use

Soil Quality and Land Use
Had we the heavens’ infinite lands, | Imbued with fertile and diverse grounds, | The green and the dim and the dark lands, | Of forest and open and the moist grounds, | We would spread the lands under your house: | But we, being poor, have only our limited soils; | We have spread our soils under our house; | Build wisely because you build on our soils.
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Above vs. Beneath the Surface: What Happens When a Tunnel Solution Fails?

Above vs. Beneath the Surface: What Happens When a Tunnel Solution Fails?
«We want the train as soon as possible!» a participant argued strongly. «We are tired of big promises, lies and mega-projects, such as a tunnel. We want to travel to Athens from the centre of Patras!» another participant continued. «Visitors should experience the city through the train» or «Proastiakos right now causes no problem, but it serves more than 8’000 passengers per day» some other argued. A question comes up: «Why do we need a tunnel for the railway?»
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Lifestyle Exercise

Lifestyle Exercise
Lifestyle exercise should be a parameter for urban design. A liveable city motivates people to obtain sufficient exercise by doing daily routines. Contemporary inclusive mobility menus encourage urban design geared towards walking and cycling.
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Aktuelle Projekte

New AudioVisual Lab

The new LVML AudioVisual Lab (AV Lab) offers a surround system for spatial audio-visual simulation of landscape scenarios. It enables students and researchers to investigate how auditory and visual impressions both shape our perception of the environment, through experimental analysis and innovative design approaches. Thereby it complements the infrastructure of the LVML, which was founded 2009 by the ILA Chair of Christophe Girot and the PLUS Chair of Adrienne Grêt-Regamey and is a competency centre for state-of-the-art landscape visualization and modelling. Nadine Schütz und Ulrike Wissen

Cooperative Production of Low-Cost Housing – Socio-Technological Innovation for the Provision of Housing for Low-Income Populations

As part of the Scientific & Technological Cooperation Programme Switzerland – Rio de Janeiro (STCPSRJ), the Chair of Prof. Dr. Marc Angélil has launched this three-year research project in JanuaryA joint research between the Institute of Urban Design (ISB) at the Department for Architecture of ETH Zurich and the IPPUR (Instituto de Pesquisa e Planejamento Urbano e Regional) of the Federal University of Rio de Janeiro, the study will take advantage of a long tradition of cooperative urban practices in each national context, and will explore cooperative models for affordable housing development, construction and management. Rainer HehlSascha Delz

Schenkungen der Familie Kienast an das NSL

Im Zuge von Anette Freytags Forschungsprojekt wurde der im Besitz der Familie Kienast befindliche Teil des Nachlasses von Dieter Kienast dem gta Archiv (NSL Archiv) der ETH Zürich geschenkt. Die Teile des Nachlasses, die im Besitz der Büros SKK Landschaftsarchitekten, Wettingen, und Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich, sind, wurden ebenfalls durch die Forschungsdatenbank erschlossen. Die Bibliothek Dieter Kienasts geht als Schenkung an das Institut für Landschaftsarchitektur des Departements Architektur und wird im Verlauf dieses Jahres zur Benutzung katalogisiert. Nutzungsanfragen Kontakt: Anette Freytag

Autonomous Cars – The Next Revolution in Mobility

Autonome Fahrzeuge werden in den kommenden Jahren im Markt erwartet. Sie haben das Potential, die Mobilität fundamental zu verändern. Mit dem SNF-Projekt Autonomous Cars – The next revolution in mobility, das im Oktober 2015 am IVT gestartet hat, möchte das IVT diese Veränderungen vorausschauend untersuchen und Hinweise für einen sinnvollen Umgang mit dieser neuen Technologie liefern. Patrick Bösch

PUBLIKATIONEN VON Januar BIS März 2016

Auswahl

ETH Studio Basel; Tattara, Martino; von Moos, Charlotte (Hrsg.) (2016): achtung: die Landschaft. Lässt sich die Stadt anders denken? Ein erster Versuch. Lars Müller Publishers. Mehr
In freier Anspielung auf das Plädoyer achtung: die Schweiz von 1955 schlägt achtung: die Landschaft eine neue, radikale Sichtweise vor. Indem man sich auf die zentrale Rolle der Landschaft – Land, Landschaft und das gesamte nicht-gebaute Gebiet – als Remedium gegen die Zersiedelung zurückbesinnt, ermöglicht der Blick auf die nicht-gebauten Räume die Entwicklung von alternativen Strategien für die Zukunft der Schweiz.

Freytag, Anette (2016): Dieter Kienast. Stadt und Landschaft lesbar machen. Zürich: gta. Mehr
Mit einer markanten Ästhetik für die Natur der Stadt und der Verbindung von Gestaltung und Ökologie hat Dieter Kienast (1945–1998) die Disziplin der Landschaftsarchitektur neu orientiert. Anette Freytag geht der Entwurfshaltung und den theoretischen Positionen des unorthodoxen Denkers nach, dessen hohe Sensibilität für Material und Raum ihn mit der Kunst seiner Zeit verbindet. Das Buch wurde mehrfach ausgezeichnet.

He, Haitao; Guler, S. Ilgin; Menendez, Monica (2016): Adaptive control algorithm to provide bus priority with a pre-signal. In: Transportation Research Part C: Emerging Technologies, 64. S.28-44. More
The paper establishes the first real-time control algorithm for pre-signals. The algorithm combines multiple operation strategies at the intersection. It functions well with a wide range of input values and is robust to input errors. The real-time pre-signal minimizes person delays at the intersection for both peak and off-peak traffic.

Vogt, Günther; Smaby, Mara Katherine; Eiffler, Nicola; Hausse de Lalouvière, Nicole la (2016): Wunderlust/Wanderkammer. Lars Müller Publishers. Mehr
Eine Wunderkammer entzieht sich ausdrücklich einer Klassifizierung. Diese Sammlung, genau wie die Wunderkammer, ist weder eine Monographie, noch ein Katalog oder ein Buch. In drei Bänden – Collecting, Recording und Translating – reflektiert diese hybride Kollektion über den Inhalt und Ethos einer vom Case Studio VOGT gestalteten Wunderkammer.

Eine vollständige Publikationsliste von Januar bis März 2016 finden Sie hier.

Impressum

Redaktionsteam

Patrick Bösch, Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme
Sascha Delz, Institut für Städtebau
Isabelle Fehlmann, Institut für Landschaftsarchitektur
Claudia Gebert, Koordinationsstelle NSL, Chefredaktion
Alexis Kalagas, Institut für Städtebau
Elina Annukka Siren, Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung
Bettina Weibel, Institut für Raum- und Landschaftsentwicklung