Prof. Dr. Adrienne Grêt-Regamey | Planung von Landschaft und Urbanen Systemen

NewUrbES – Gemeinsame Schaffung neuer städtischer Lebensräume für Biodiversität und Ökosystemleistungen

Das transdisziplinäre Forschungsprojekt «NewUrbES – Co-creating new urban living space for biodiversity and ecosystem services» (NewUrbES – Gemeinsame Schaffung neuer städtischer Lebensräume für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen) schlägt einen Paradigmenwechsel in der Stadtgestaltung und -planung vor. Er soll Städte in Ökosysteme verwan-deln, in denen Gebäude als lebende und nahtlos in ihre Umgebung integrierte Organismen agieren. Die Gebäudehüllen, einschliesslich der Fassaden und Dächer, werden zu einem durchgehenden Medium, das das Innere und Äussere eines Gebäudes zu einem mehr als bloss für Menschen geeigneten städtischen Lebensraum verbindet und damit neuartige Lebensräume für Menschen und nichtmenschliche Spezies schafft.

Die Entwicklung solcher urbanen Lebensräume, die nicht nur Menschen dienen werden, erfordert jedoch radikale Veränderungen in der Stadtgestaltung und -planung. Das Ziel eines solchen Paradigmenwechsels erfordert aber eine inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit von Design, Ökologie, Materialwissenschaften und Planung. Das Hauptziel von NewUrbES ist die gemeinsame Schaffung von städtischen Lebensräumen für Menschen und nichtmenschliche Spezies, die eine hohe Biodiversität und Ökosystemleistungen unterstüt¬zen. Zu diesem Zweck sollen empirische und experimentelle, durch digitale Technologien unterstützte Ansätze genutzt werden. Insbesondere wollen wir verstehen, wie ökologisches Design, Materialität und Planungsrandbedingungen erweitert werden können, um städtische Lebensräume für mehr als nur die Spezies Mensch zu sichern, zu fördern, wiederherzustellen und überhaupt erst zu schaffen.

Projektverantwortliche
Finanzierung

Schweizerischer Nationalfonds, NFP 82 – Biodiversität und Ökosystemleistungen

Projektdauer

2025–2029