Die Stadt von der Neuzeit bis zum 19. Jahrhundert. Urbane Entwürfe in Europa und Nordamerika

Verlag Klaus Wagenbach. Auch als E-Book erhältlich. Die Aufgabe ist sehr einfach und sehr schwer: Städte zu bauen für Menschen, die darin wohnen. Vittorio Magnago Lampugnani überblickt die verwickelte Geschichte der abendländischen Stadt und erzählt sie anhand ihrer bedeutsamsten Episoden. Nach seiner überaus erfolgreichen Geschichte der Stadt im Mehr

Urban and Rural Transformations, Addis Ababa, 2016. © Sascha Delz, ETH Zürich.
Urbane und landschaftliche Transformationen, Addis Abeba, 2016. © Sascha Delz, ETH Zürich.

Über das LUS Doktoratsprogramm

Das Doktoratsprogramm Landschaft und Urbane Studien am Departement Architektur befasst sich mit aktuellen Fragen urbaner und umweltbezogener Transformationen. Die entsprechende Forschung umfasst die Disziplinen Architektur, Landschaftsarchitektur, Städtebau, Raumentwicklung und Sozialwissenschaften. Untersucht werden sollen die Produktion von Landschaft, Territorien und menschlichen Siedlungen in verschiedenen Massstäben, sowohl aus lokaler als auch globaler Perspektive. Dies kann Studien über Landschaft und gestaltete Ökologien, Entwurfsstrategien, Energie- und Nahrungsmittelproduktion, Materialbestände und -ströme sowie Gesundheit und sozioökonomische Entwicklung beinhalten.

Das Doktoratsprogramm fördert einen kritischen Diskurs, der sich sowohl qualitativ als auch quantitativ mit den dringenden Umweltproblemen und sozialen Herausforderungen befasst. Das Programm ermutigt somit unabhängige, erfindungsreiche und proaktive Forschung, die sich mit gegenwärtigen und zukünftigen Prozessen der Urbanisierung im Kontext der sich ständig wandelnden Umwelt auseinandersetzt.

Das Programm ist als fortlaufende gemeinsame Forschung strukturiert, keine zwei Semester sind gleich und es wird empfohlen, dass die Kandidatinnen und Kandidaten an mindestens zwei aufeinanderfolgenden Semestern teilnehmen (Herbstsemester und das darauffolgende Frühlingssemester). In Anbetracht der Tatsache, dass Landschaften sozioökonomische, infrastrukturelle und ökologische Aspekte vereinen, befasst sich das Herbstsemester mit einer analytischen Perspektive, die Sozialwissenschaften, Raumplanung, Infrastruktur und Technologie in den Vordergrund stellt, während das Frühlingssemester eine designorientierte Perspektive einnimmt, mit Schwergewicht dialogische, partizipative und ökologische Praxis.

Bewerbung

  • Motivationsschreiben (1 Seite).
  • Übersicht zum eingereichten Forschungsprojekt (max. 4 Seiten, + Bibliographie, + max. 3 Abbildungen, Projekt-Zeitplan).
  • Curriculum Vitae (inklusive Veröffentlichungen, Portfolio, Arbeitsproben, max. 10 Seiten).
  • Falls vorhanden: veröffentlichter Text (1 Text, max. 15 Seiten).
  • 1-2 Empfehlungsschreiben.

Empfehlungsschreiben können alternativ von den Gutachterinnen und Gutachtern oder den Kandidatinnen und Kandidaten zeitgleich mit der Bewerbungsfrist an lus@arch.ethz.ch eingereicht werden. Alle Unterlagen müssen in Englisch sein. Bewerbungen mit fehlenden Dokumenten (siehe obenstehende Liste) werden als unvollständig eingestuft und können nicht berücksichtigt werden. Es werden nur Bewerbungen, die über das Online-Bewerbungsportal der ETH Zürich eingereicht werden akzeptiert. Bewerbungen via E-Mail oder über den Postweg werden nicht berücksichtigt.

Weitere Informationen zum Programm, den teilnehmenden Professuren und den Bewerbungsablauf.

Bewerbungsablauf

  • DEADLINE EXTENDED to 22 March 2022, 23:59 CET in solidarity with students facing war and conflict situations across the world.
  • Mitte April 2022: Kandidatinnen und Kandidaten der engeren Auswahl werden benachrichtigt
  • Ende April 2022: Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten der engeren Auswahl
  • Anfang Mai 2022: Mitteilung an die erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerber
  • 1. Oktober 2022: Programmstart

Teilnehmende Professuren

  • Professur für Geschichte und Theorie des Städtebaus, Prof. Dr. Tom Avermaete
  • Professur für Landschaftsarchitektur, Prof. Dr. Teresa Galí-Izard
  • Professur für Landschaftsarchitektur, Prof. Christophe Girot
  • Professur für Architektur und Städtebau, Prof. Hubert Klumpner
  • Professur für Architektur und Urbane Transformation, Prof. Freek Persyn
  • Professur für Soziologie, Prof. Dr. Christian Schmid
  • Professur für Architektur und Territorialplanung, Prof. Milica Topalovic
  • Professur für Landschaftsarchitektur, Prof. em. Dr. h.c. Günther Vogt

Während eine generelle Ausrichtung auf die Forschungsthemen und -expertise der jeweiligen Professuren wünschenswert ist, steht das Programm Kandidatinnen und Kandidaten offen, die sich mit ihrem eigenen Forschungsthema bewerben. Bitte die Professorinnen und Professoren nicht direkt kontaktieren. Bewerbungen müssen an die gesamte, am Programm beteiligte Professorenschaft gerichtet werden und werden ausschliesslich inhaltlich bewertet.

Qualifikationen, Berufstätigkeit und andere Kriterien

Die Bewerbenden müssen zum Zeitpunkt der Einreichungsfrist einen Master-Abschluss auf Universitätsniveau (entspricht FHEQ-Level 7) in Architektur, Landschaftsarchitektur, Städtebau, Stadtplanung, Sozialwissenschaften, oder verwandten Bereichen vorweisen können.
Das Programm finanziert beide Doktorierenden für drei Jahre; erfolgreiche Bewerbende werden zu 100% beschäftigt und erhalten einen Doktoratsvertrag an der ETH Zürich mit Monatslöhnen nach dem entsprechenden «Standardsatz». Eine detaillierte Berechnung der Gehälter ist hier zu finden.
Ein Wohnsitz in Zürich während des Stipendiums ist erforderlich und ausreichende Englischkenntnisse (in Wort und Schrift) sind Voraussetzung.

Weitere Informationen

Bewerbende werden gebeten, die häufig gestellten Fragen (FAQs) zu lesen, bevor sie sich an die Programmkoordinatoren wenden. Nur für Fragen, die nicht über die FAQ beantwortet werden können, stehen Ihnen Nitin Bathla oder Seppe De Blust unter lus@arch.ethz.ch gerne zur Verfügung. Bitte beachten: Anfragen, die an andere E-Mail-Adressen gesendet werden, können nicht berücksichtigt werden.

Häufige Fragen (FAQ)

Enzyklopädie des gestalteten Raumes

Der Mensch greift in umfassender Weise gestalterisch in seine Umwelt ein – nicht nur Städte und Häuser sind gestaltet, sondern auch Flüsse und Seen, Wiesen und Wälder. Gestaltung ist stets eingebettet in ein komplexes System einflussnehmender Faktoren, und jede Gestaltung ist wiederum Teil eines historischen Prozesses. Die «Enzyklopädie Mehr

Thesaurus zum Städtebau

Mit dem Forschungsprojekt Thesaurus zum Städtebau wird eine strukturierte Sammlung der zentralen Bausteine erstellt, welche den städtischen Raum konstituieren: Strasse, Platz, Hof, Park, Passage und Quai. Aufbauend auf den Beiträgen unserer Studierenden im Seminar »Elemente des städtischen Raumes« aus den Jahren 2012-2015 werden 80 ausgewählte Fallbeispiele in einer Mehr

Novartis Campus. Eine moderne Arbeitswelt. Voraussetzungen, Bausteine, Perspektiven.

Ostfildern: Hatje Cantz Verlag. Konzept und drei Beiträge: 58-79, 106-119, 248-251. (englisch und deutsch publiziert). Mehr Das Buch stellt die Geschichte und Entwicklung des Werkareals der Novartis AG St. Johann in Basel, den modellhaften Denk- und Entwurfsprozess, den gegenwärtigen Stand des ehrgeizigen Campus-Projektes sowie die zukünftigen Planungen und Ziele Mehr

Richti-Quartier, Wallisellen

Das Richti-Quartier in Wallisellen liegt zwischen dem Bahnhof Wallisellen und dem Einkaufszentrum Glatt. Es ist um eine leichte abgeknickte Hauptstrasse organisiert, die Richtiarkade, die eine direkte und angenehme Verbindung zwischen diesen beiden Polen bildet. Dort, wo die Strasse abknickt, öffnet sich der Richtiplatz. Fünf weitere, schmalere Strassenstücke vervollständigen Mehr

Novartis-Campus, Basel

Das St. Johann-Areal von Novartis in Basel soll von einem Produktionsstandort in ein Forschungs- und Verwaltungszentrum umgewandelt werden. In die strukturelle und ästhetische Beliebigkeit eines konzeptlos gewachsenen Fabrikareals soll eine langfristig tragfähige Ordnung eingeführt, und die zukünftigen baulichen Eingriffe sollen ökonomisch und sinnfällig untereinander koordiniert werden. Der Novartis Mehr

Städtische Dichte

In der Diskussion über die Stadt hat kaum ein Begriff derart unterschiedliche Deutungen und Bewertungen erfahren wie jener der Dichte. Städtische Dichte wurde immer wieder alternierend und zuweilen auch gleichzeitig als Synonym für beengte Verhältnisse auf der einen Seite sowie Vielfalt und Erlebnisfülle auf der anderen gedeutet. Heute Mehr

Handbuch zum Stadtrand. Gestaltungsstrategien für den suburbanen Raum

Suburbaner Raum und städtebauliche Gestaltung – lange Zeit schienen sich diese beiden Themen auszuschließen. Die räumliche Durchdringung von Stadt und Land mit ihren funktionalen, ästhetischen und typologischen Widersprüchen wurde bisher vor allem unter ökologischen, soziologischen und ökonomischen Aspekten bzw. infrastrukturellen Anforderungen diskutiert. Angesichts anhaltender Zersiedlungsprozesse ist eine Hinwendung Mehr

Urbane Potentiale und Strategien in metropolitanen Territorien
 – am Beispiel des Metropolitanraums Zürich (NFP65)

Das Forschungsprojekt Urbane Potentiale und Strategien in metropolitanen Territorien leistet einen qualitativen Beitrag zur aktuellen Stadt- und Raumentwicklungsdebatte in der Schweiz und unterscheidet dabei nicht nach den Kategorien städtisch, suburban oder periurban, sondern entlang von ausgewählten urbanen Qualitäten, die sich aus zahlreichen Untersuchungen konkreter Fallbeispiele in der Metropolitanregion Zürich herauskristallisiert Mehr

Prof. em. Dr. Ing. Vittorio Magnago Lampugnani | Geschichte des Städtebaus

Vittorio Magnago Lampugnani war von 1994 bis 2016 ordentlicher Professor für Geschichte des Städtebaus an der ETH Zürich und führt eigene Architekturbüros in Zürich und in Mailand.