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Digitale Nachbarschaften – Lokale Online-Räume und ihr Potenzial für soziale Inklusion

Online-​Tools für die nachbarschaftliche Vernetzung gewinnen weltweit an Popularität, während sie in der Schweiz noch als junges Phänomen gelten. Es ist zu erwarten, dass die Nutzung der Tools, die von informellen WhatsApp-​ oder Facebook-​Gruppen bis hin zu formellen Online-​Plattformen und Apps für ganze Quartiere reichen, auch hierzulande zunehmen und die Beziehungen in der Nachbarschaft längerfristig prägen werden.

Das einjährige interdisziplinäre SNF-​Projekt setzt sich zum Ziel, den Einfluss lokaler Online-​Netzwerke auf Prozesse der sozialen Ein-​ und Ausgrenzung im Schweizer Kontext zu verstehen und ihr Potenzial für die Integration verschiedenster sozialer Gruppen zu identifizieren. Schliesslich sollen Empfehlungen entwickelt werden, die ausgegrenzten Gruppen die Teilnahme an Online-​Gemeinschaften ermöglicht. Die forschungsleitende Frage lautet: Welches ist das gegenwärtige und zukünftige Potenzial lokaler Online-​Räume für die Förderung sozial inklusiver Nachbarschaften?

An der Schnittstelle von Architektur, Sozialwissenschaften und Co-​Design wendet das Projekt einen interdisziplinären Ansatz an. Methoden wie Online-​ und Offline-​Ethnographie sowie Umfragen kommen in ausgewählten Zürcher Fallquartieren zum Einsatz, um Mechanismen und Faktoren der Exklusion und Inklusion im Zusammenhang mit nachbarschaftsbezogenen Online-​Tools zu untersuchen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen sollen schliesslich Workshops durchgeführt werden, um die soziale Inklusion in den Quartieren zu fördern.

Das Projekt leistet einen essentiellen Beitrag zur Erforschung eines im Schweizer Kontext neuartigen Phänomens, das mit Covid-​19 zusätzlich an Relevanz gewonnen hat.

Kontakt

Liv ChristensenZsófia Glatz

Finanzierung

Schweizerischer Nationalfonds SNF

Projektlaufzeit

2020-​2021

 

 

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