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Abschätzung zukünftiger Auswirkungen des Klimawandels und der Dekarbonisierung des Mobilitäts- und Energiesektors auf die Outdoor-Freizeitgestaltung in der Schweiz

Einleitung

Das erwartete Bevölkerungswachstum, die rasante technologische Entwicklung im Transportwesen, der Klimawandel und der Übergang zur einheimischen Produktion erneuerbarer Energien in der Schweiz dürften die Produktions- und Konsummuster von Gütern und Dienstleistungen im Land verändern. Freizeitangebote werden insbeson­dere von Veränderungen der demographischen, klimatischen, Mobilitäts- und Energie-Infrastruktur beeinflusst. Unklar ist jedoch, wie sich solche Veränderungen auf die Er­holungslandschaften und deren Attraktivität für Besucher auswirken werden. Daher ist es wichtig zu verstehen, wie sich diese regionalen und globalen Veränderungsfaktoren auf die Nachfrage nach Schweizer Freizeitaktivitäten auswirken werden. Das Projekt untersucht daher die Auswirkungen von 1) zukünftigen Mobilitätsmodi und -strategien, 2) dem anthropogenen Klimawandel sowie Veränderungen der natürlichen Klimavaria­bilität und Extremereignisse und 3) dem schweizerischen Energieübergang und Ausbau erneuerbarer Energien auf die Nachfrage nach Outdoor-Freizeitaktivitäten in der Schweiz.

Methode

Eine Bewertung, wie sich der räumliche Erholungsbedarf unter zukünftigen Mobilitäts­szenarien verändert, ist somit notwendig. Dazu bewerten wir den Zusammenhang zwi­schen der Landschaft, dem Zugang zu und der Nachfrage nach Freizeitaktivitäten im Freien. Anschliessend modellieren wir Veränderungen in der Nachfrage nach und Allo­kation von Freizeitaktivitäten im Freien im Rahmen zukünftiger Mobilitätsszenarien und untersuchen, ob diese Veränderungen zu widersprüchlichen Landnutzungen füh­ren.

Das Angebot und die Nachfrage nach Freizeitlandschaften werden sich unter Klima­wandelszenarien und den damit verbundenen Extremereignissen ändern. Daher simu­lieren wir die Allokation des Freizeitbedarfs mit dem zukünftigen Klimawandel und identifizieren die Unsicherheiten und Risiken für den Erholungssektor aufgrund sich ändernder Frequenzen und Grössenordnungen natürlicher Variabilität und extremer Ereignisse unter dem anthropogenen Druck.

Wir analysieren auch, wie sich die Dekarbonisierung des schweizerischen Energiesek­tors und der Ausbau erneuerbarer Energien (Wind, Photovoltaik, Wasserkraft) auf die räumliche Nachfrage und das Freizeitangebot unter zukünftigen klimatischen Bedin­gungen auswirken werden.

Als transdisziplinäres Projekt wird RECREATE Switzerland einen Beitrag zu den drän­genden politischen Fragen sowie zum wissenschaftlichen Fortschritt im Hinblick auf die integrierte Modellierung von umwelt- und technologiegetriebenen Systemen und de­ren Auswirkungen auf Erholungslandschaften leisten. Wir möchten die Bedrohungen und Chancen der zukünftigen Mobilität, der Verbreitung erneuerbarer Energien und des Klimawandels auf den Erholungswert unseres Ökosystems bewerten und Empfeh­lungen zu möglichst konfliktarmen und nachhaltigen Lösungen für das Landmanage­ment geben.

Recreate
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Beteiligte

Prof. Dr. Adrienne Grêt-Regamey
Dr. Victor Blanco González
Fabian Willibald

Finanzierung

Institut für Wissenschaft, Technologie und Politik (ISTP)

Projektlaufzeit

April 2017 – September 2020

Status

Laufendes Projekt